Hackgutheizung

Eine Hackgutheizung besteht aus einem Heizkessel, der mit zerkleinertem Holz (Hackschnitzel) meist automatisch betrieben wird. Hackgutheizungen werden im Allgemeinen auch als Hackschnitzelheizungen bezeichnet.

Technik

Die Hackgutheizung arbeiten ähnlich wie eine Pelletheizung. Die Beschickung des Kessels ist aber wegen der Sperrigkeit des Materials aufwändiger. Die Schneckenaustragung muss über einen Schubboden versorgt werden, der das Material im Lagerraum bewegt oder es kommt eine Rührwerksaustragung mit Schneckenförderer zum Einsatz. Weniger störanfällig sind hydraulische Zuführungssysteme mit Förderkolben, die sperriges Material durchtrennen können.

 

 
Holzgutheizung der Fa. Hargassner, 45 kW, Hackschnitzelzufuhr durch quadratisches Rohr im Bild

Holzhackschnitzelheizung der Fa. Hargassner, 45 kW, Hackschnitzelzufuhr durch quadratisches Rohr im Bild
  Brennerraum einer Holzhackschnitzelheizung der Fa. Hargassner, Schnecke in der Mitte dient zur Ascherückfuhr in den Brennerraum
 

Brennerraum einer Holzhackgutheizung der Fa. Hargassner, Schnecke in der Mitte dient zur Ascherückfuhr in den Brennerraum

 

Rührrad einer Hackgutheizung

Rührrad einer Holzhackschnitzelheizung
  Schnecke einer Holzhackschnitzelheizung
 

Schnecke einer Holzhackgutheizung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaftlichkeit von Hackgutheizungen

Hackgutheizungen sind wirtschaftlich sinnvoll ab einem Energiebedarf von 20kW oder mehr und eignen sich deshalb vorzugsweise für größere Gebäudekomplexe.

Ein Forschungsbericht des Bremer Energie Instituts aus 2007 macht ausführliche Angaben zur Wirtschaftlichkeit für Wohngebäude ab 1.000 m² Nutzfläche.

Umweltverträglichkeit von Hackgutheizungen

Hackschnitzelheizanlagen gelten als umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum der Hölzer in diese eingebunden wurde.

Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung usw. („graue Energie„) sind Hackschnitzel im Vergleich zu anderen Energieträgern deutlich weniger umweltschädlich als fossile Energieträger.

Bei schlechter Brennstoffqulität oder mangelhafter Wartung entsteht allerdings eine erhöhte Emission von Feinstaub und Ruß in den Rauchgasen. Für einen einzelnen Privathaushalt machen die relativ hohen Investitionskosten die Vorteile der niedrigen Brennstoffkosten zunichte; In Großanlagen, Nahwärme- und Mikronetzen (z. B. Biomasseheizkraftwerk) bestehen wirtschaftlich und ökologisch bessere Möglichkeiten.

Betriebskosten Hackgutheizung

Hackschnitzelheizungen sind in der Anschaffung deutlich teurer als herkömmliche Öl-, Pellet, oder Gasheizanlagen. Allerdings sind die Brennstoffkosten sehr viel geringer als bei Ölheizanlagen.

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